Raiffeisenbank eG, Großenlüder – Raiffeisenbank eG, Flieden: „Starke Partnerschaft im Interesse der Kunden, Mitglieder und Mitarbeiter“ - Gremien entscheiden einstimmig für Fusionsgespräche

Flieden, 25.05.2018

Zwei Starke Partner bündeln ihre Kräfte: „Wir wollen für die Mitglieder und Kunden die neue Raiffeisenbank zukunftsfähig ausrichten."

v.l. Jürgen Bien, Volker Schindewolf, Torsten Leinweber, Lothar Jünemann

Die Aufsichtsräte und Vorstände der Raiffeisenbank eG, Großenlüder, sowie der Raiffeisenbank eG, Flieden, haben sich jeweils einstimmig über die Aufnahme von Fusionsgesprächen verständigt. Als Ergebnis beabsichtigen beide Genossenschaftsbanken im Jahr 2019 zu fusionieren. Eine ähnliche geschäftspolitische Ausrichtung in Form eines regional verwurzelten Geschäftsmodells und die wirtschaftlich gesunden Fundamente beider Banken ermöglichen den Zusammenschluss zu einer innovativen, effizienten und selbständigen Bank.

Nach den Worten von Jürgen Bien, Vorstand der Raiffeisenbank eG, Großenlüder, haben die beiden Banken bereits im Vorfeld dieser Entscheidung im Rahmen der gemeinsamen seit Ende 2016 erfolgten Kooperation die wirtschaftliche Ausgangslage der beiden Häuser detailliert analysiert und bewertet. „Die Kooperationsarbeiten und die daraus resultierenden Ergebnisse bestätigen, dass sich durch die angestrebte Fusion Chancen ergeben, die jede Bank für sich alleine nicht hat.“ Besonderen Wert legen die handelnden Personen auf die gelebte Kundennähe vor Ort im Sinne des genossenschaftlichen Grundauftrags, der Mitgliederförderung.

Durch Fusion die Kräfte bündeln

Mit dem Kooperationsvertrag und den vorangegangenen Verhandlungen auf Augenhöhe habe man nun dafür den Boden bereitet. Positiv soll sich die Zusammenarbeit auch für die Mitarbeiter der beiden Banken auswirken. „Viele Chancen und positive Veränderungen“ werde die angestrebte Fusion für die Mitarbeiter bringen. Ein möglicher Stellenabbau sei hingegen kein Thema.

„Der geplante Zusammenschluss schafft somit eine leistungs- und wettbewerbsfähige Genossenschaftsbank in unseren bisherigen Geschäftsgebieten mit einer sicheren Zukunft. Unsere Kunden profitieren auch weiterhin von den persönlichen Kontakten zu Ihren Ansprechpartnern und den gewohnt positiven Charaktereigenschaften beider Häuser.“, so Lothar Jünemann, Vorstand der Raiffeisenbank eG, Flieden.

„Als gemeinsame neue Bank können wir durch Spezialisierungen und ein erweitertes Leistungsspektrum noch besser auf die Anliegen unserer Kunden und Mitglieder eingehen.“, erläutert Volker Schindewolf, Vorstand der Raiffeisenbank eG, Flieden. Antrieb ist es, eine deutliche Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Geschäftsgebiet der beiden Banken zu schaffen, von der letztlich Mitglieder und Kunden profitieren werden.

„Die Haupt-Synergien ergeben sich in den administrativen Bereichen. Auf den Bedarf und die Anforderungen unserer Kunden und Mitglieder wollen wir noch besser eingehen. Die Basis hierfür bildet die höchstmögliche Konstanz der Ansprechpartner vor Ort.“

Weiterhin kurze Wege und kompetente Ansprechpartner

Aufgrund des satzungsgemäßen Auftrags steht nach Aussage von Torsten Leinweber, Vorstand der Raiffeisenbank eG, Großenlüder die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder als zentrale Verpflichtung im Mittelpunkt aller Überlegungen und Entscheidungen. „Die Mitglieder und Kunden beider Banken haben sich bei der Wahl ihres Kreditinstitutes bewusst für eine in der Region verankerten Genossenschaftsbank als Partner entschieden.“ Diesem Aspekt trage man mit der Fusionsabsicht der beiden Häuser Rechnung. „Es ist für uns ein zentrales Anliegen, die dann neue Bank vor Ort für unsere Mitglieder und Kunden langfristig wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert auszurichten. Hierfür wird bankseitig als eine Maßnahme und Mehrwert der angestrebten Fusion organisatorisch bewusst ein Innovationsteam installiert.“

Die neue Bank wird durch die Bündelung der Kräfte in der Produktion und Steuerung der Bank noch effizienter werden als die beiden Einzelinstitute. Synergieeffekte ergeben sich zudem nicht nur im Bereich der organisatorischen Aufgaben, sondern auch bei den immer weiter wachsenden regulatorischen und gesetzlich vorgegebenen Aufgaben.

Die Größe der fusionierten Bank ermöglicht einen weiteren Ausbau und eine Erweiterung der qualitätsorientierten Angebote. Die neue Bank wird nicht nur regional, sondern auch digital nah an den Kunden und Mitgliedern ausrichten und in unmittelbarer Nähe sein.

Mehrwerte durch die Fusion für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter

Die Beraterinnen und Berater vor Ort sind und bleiben kompetente Gesprächspartner und somit Garant für flexible und schnelle Entscheidungen. Das Beratungsangebot wird gezielt ausgeweitet. Beispielhaft wird die dann neue Bank das Geschäftsfeld Immobilienvermittlung sowie die Immobilienentwicklung/-verwaltung weiter forcieren. Ergänzend findet zukünftig durch den Ausbau und die Erweiterung der Angebote der Kontakt mit den Mitgliedern und Kunden noch intensiver in der digitalen Welt statt. Gleichwohl werden die bekannten und bewährten Zugangswege des Kunden zur Bank beibehalten und in Verbindung mit den digitalen Angeboten weiter erweitert.

Nach einem Zusammenschluss hätte die neue Bank über 9.000 Mitglieder und würde eine Bilanzsumme von rund 485 Millionen Euro ausweisen. Das Eigenkapital sowie die eigenkapitalähnlichen Komponenten belaufen sich per 31.12.2017 auf rund 50 Millionen Euro. Die im Vergleich überdurchschnittlich ausgeprägte Höhe des Eigenkapitals bildet die Basis zur Förderung des Mittelstandes vor Ort. Gemeinsam können höhere Kreditanfragen und Investitionen der Firmenkunden vor Ort besser als bisher abgewickelt werden.

Rückwirkender Beschluss angestrebt

Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die beschlussfassende Vertreterversammlung in Großenlüder sowie die Generalversammlung in Flieden im zweiten Quartal 2019 tagen. Bei einer Zustimmung beider Versammlungen würde die Fusion rückwirkend zum 01. Januar 2019 umgesetzt.

Die Etappen der Fusion

  • Information der Vertreter, Mitglieder und Kunden zur geplanten Fusion durch Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2019
  • Beschlussfassung in der Vertreter- bzw. Generalversammlung im Mai 2019
  • Juristische und technische Fusion: Eintragung in das Genossenschaftsregister im 3. Quartal 2019